Die neue Technologie nennt Kaspersky den „Krab Krawler“. Die Software
läuft direkt bei Kaspersky und hat nur eine Aufgabe: Links in Twitter
prüfen. Seit der Krab Krawler im August 2009 aktiv wurde hat er bislang
etwa 30 Millionen URLs gescannt. Viele davon wurden durch URL-Kürzer
wie bit.ly oder is.gd verkürzt und verschleiern so das eigentliche
Ziel. Laut Kaspersky führt etwa eine in 500 URLs zu Schadcode. Das
klingt zunächst wenig, allerdings werden auf Twitter täglich bis zu 500
000 URLs gepostet.
Und der Krab Krawler wird bei seiner Suche durchaus fündig. Rund 30 Prozent der entdeckten Malware lässt sich der Familie des
Trojan-Clicker. HTMLiFrame zuordnen. Dieser
Trojaner
öffnet im Hintergrund weiter Links, ohne dass der Nutzer dies
mitbekommt. Über diese Links werden dann weitere Angriffe auf den
Rechner gestartet.
Zwar nutzt Twitter inzwischen bereits die
Safe Browsing API von
Google,
um die Nutzer von Google Chrome und Firefox vor gefährlichen Links zu
warnen. Allerdings greift diese nur beim URL-Kürzer bit.ly, andere
Dienste werden nicht gescannt. Erkennt der Krab Krawler eine
verdächtige URL, wird diese an Kaspersky zurück gemeldet, in eine
Definition umgewandelt und an die Nutzer mit dem nächsten Update
übertragen. Laut Kaspersky dauert es zwischen zwei und zwölf Stunden,
bis die Informationen an die User übertragen werden. Die
IT-Sicherheitsfirma will den Krab Krawler künftig auch in anderen
sozialen Netzwerken nutzen. (mja)