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Kaspersky fordert Einführung von Internet-Pässen |
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Geschrieben von Sjoeii
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Saturday, 31. October 2009 |
Das Hauptproblem der Kriminalität im Internet sei auf die fehlende oder
unzuverlässige Identifizierung der Anwender zurückzuführen, sagte
Eugene Kaspersky, CEO des gleichnamigen Antivirenherstellers in einem interview.
Das Internet sei ursprünglich für einen kleinen, nicht-öffentlichen
Kreis von US-Wissenschaftlern und Militärs entworfen worden. Nach
seiner Meinung ist es ein Fehler gewesen, es so der Öffentlichkeit zur
Verfügung zu stellen.
Die bisherige Identifizierbarkeit der
Anwender auf Basis der IP-Adresse sei nicht ausreichend, da sie sich
leicht umgehen ließe, etwa durch Nutzung von Internet-Cafes, Missbrauch
offener WLAN-Access-Points oder kompromittierter PCs. Wenn er die
Architektur des Internets ändern könne, würde er Internet-Pässe, eine
Internet-Polizei und ein internationales Abkommen zur Befolgung von
Internet-Sicherheitsstandards verwirklichen. Ländern, die dem Abkommen
nicht beiträten, würden nach Kasperskys Fantasie vom Netz abgeschnitten
werden.
Im August 2009 hatten nach Angaben der Rheinischen Post CDU-Politiker ebenfalls eine Internet-Polizei gefordert.
In diesem Zuge habe man auch über einen Internet-Ausweis nachgedacht,
mit dem Nutzer identifiziert und zurückverfolgt werden könnten. Es
solle dabei aber nicht um die Einführung einer Zensurbehörde gehen.
Allerdings hatte das Bundesinnenministerium umgehend dementiert:
Man wisse nichts von einem Vorhaben der Bundesregierung, Netzbürger
identifizieren und ihren Online-Aktivitäten besser auf die Spur kommen
zu wollen. "Pläne zu einem Internet-Ausweis mit der Möglichkeit der
Rückverfolgung" lägen im federführenden Innenministerium nicht vor,
betonte eine Ministeriumssprecherin
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Letzte Aktualisierung ( Saturday, 31. October 2009 )
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